Gesamtmortalität 2022 in 31 europäischen Ländern umso höher, je höher die SARS-CoV2- Impfrate (Feb. 2023)
In vielen europäischen Ländern zeigte sich erst 2022 eine deutliche Übersterblichkeit bei eher geringer Sterblichkeit in den Jahren 2020 (Anm: das 1. Pandemiejahr ohne Impfung) und 2021. Die Autoren analysierten die bevölkerungsbasierten Daten aus 31 europäischen Ländern und fanden einen hochsignifikanten Zusammenhang zwischen Impfquote und Gesamtmortalität: Die Übersterblichkeit (all-cause-Mortality) war umso höher, je höher die SARS-CoV2-Impfquote im Land war (ein Anstieg der Impfquote Ende 2021 um 1% war mit einem Anstieg der Gesamtmortalität 2022 um 0,1% assoziiert).
Zur Beurteilung des allgemeinen Gesundheitszustandes eines Landes (auch als Maß für die Qualität der medizinischen Versorgung) zogen die Autoren die durchschnittliche Lebenserwartung 2019 (Anm: d.h. vor der Pandemie) heran. Je höher diese in einem Land war, desto geringer war die Sterblichkeit 2020 und 2021 (und desto höher war die Impfquote). Die Übersterblichkeit wird häufig mit verzögerter medizinischer Diagnostik und Behandlung begründet. Dies kann den deutlichen Mortalitäts-Anstieg erst 2022 und vor allem in Ländern mit guter medizinischer Versorgungsqualität jedoch nicht erklären.
Da die Sicherheit der Impfstoffe nach Markteinführung nur mittels passiver Nebenwirkungs-Meldesysteme überwacht wurde, die bekannter Weise eine deutliche Untererfassung von Nebenwirkungen aufweisen, ist die Untersuchung der Gesamtmortalität ein gutes Mittel, um mögliche Langzeitfolgen einer Impfung zu beurteilen (Anm: die Kontrollgruppe der Zulassungsstudien wurde entgegen dem Studienprotokoll Ende 2020 geimpft, was den kontrollierten Vergleich geimpfter und ungeimpfter Probanden beendete).
Die Autoren betonen die Notwendigkeit weiterführender Untersuchungen zur Gesamtmortalität im weiteren Verlauf sowie Untersuchungen nach Altersgruppen und Todesursachen in Abhängigkeit vom Impfstatus.
https://www.apjhs.com/index.php/apjhs/article/view/3017/1610

