Griechenland: 2022 sind nur 25% der gemeldeten „Covid-19-Todesfälle“ auch an Covid-19 verstorben, 45% hatten lediglich einen positiven Covid-19-Test (April 2025)
In griechischen Krankenhäusern wurden alle Todesfälle mit einem positiven Covid-19-Test zum Zeitpunkt des Todes als Covid-19-Todefälle gezählt (in anderen Ländern galt jeder Todesfall innerhalb von 28 oder 30 Tagen nach einem positiven SARS-CoV2-Test als Corona-Todesfall). Die Autoren untersuchten, wie viele dieser Todesfälle tatsächlich an Covid-19 verstorben sind; Untersuchungszeitraum war 1.Jänner 2022 bis 31. August 2022.
Sie analysierten die Daten von 530 Todesfällen, die von 7 Athener Krankenhäusern als Covid-19-Todesfälle gemeldet worden waren. Es ist die erste Studie, in der zu diesem Zweck neben den Sterbeurkunden (Anm: Die Angabe von Covid-19 als primäre Todesursache auf den Sterbeurkunden erwies sich in dieser Studie in 35% der Fälle als falsch) die Krankenakten ausgewertet wurden, sowie zusätzlich strukturierte Interviews mit den behandelnden Ärzten geführt worden waren. Das Durchschnittsalter der Verstorbenen lag bei 81,7 Jahren (Anm: was der durchschnittlichen Lebenserwartung in Griechenland entspricht!). 96% der Verstorbenen hatten mindesten eine Begleiterkrankung, wobei Herzerkrankungen und „neurologische Erkrankungen“ den Hauptteil ausmachten. Die Autoren beurteilten nur 54,7% als tatsächlich Covid-19-bedingt oder „damit in Zusammenhang stehend“ und lediglich in 25% der Gesamt-Fälle war Covid-19 die direkte Todesursache. Bei 30% der Patienten wurde Covid-19 als „beitragend zum Tod“ gewertet. Diese Patienten waren häufiger immunsupprimiert oder hatten eine Tumorerkrankung (Anm: Bei schwerkranken Patienten kann jeder an sich harmlose Infekt zu einer massiven Verschlechterung des ohnehin schon labilen Zustandes führen, egal wie der Erreger heißt).
Laut einer zitierten Studie aus England sei zu Beginn der Pandemie die Zuordnung als Covid-19-Todesfall bei positivem Testbefund noch sehr korrekt gewesen (92-97%); erst die Omikron-Variante mit ihrer geringeren Sterblichkeit und die Impfungen hätten die Sachlage geändert (Anm: Die erwähnte Studie berücksichtigte nur die Zeit zwischen März und April 2020 und auch hier nur Patienten, die im Krankenhaus verstarben. Da zu dieser Zeit nur schwerkranke Covid-19-Patienten in Krankenhäuser aufgenommen worden waren und der Routinebetrieb komplett heruntergefahren war, ist diese Zahl nicht aussagekräftig).
Bemerkenswert ist, dass lediglich bei 2,3% der Patienten eine frühere SARS-CoV2-Infektion bekannt war (Anm: nach 2 Jahren Pandemie).
In dieser Studie wurde auch der SARS-CoV2-Impfstatus erfasst. 58% der Verstorbenen waren „vollständig“ oder „verstärkt“ geimpft. Leider werden auch in dieser Studie ungeimpfte und „teilgeimpfte“ Personen in einer Kategorie zusammengefasst, was eine Bewertung wirklich Ungeimpfter unmöglich macht (Anm: eine diesbezügliche saubere Auswertung scheint auch 2025 noch nicht gewünscht zu sein, obwohl dadurch wesentliche Informationen zur Impfwirksamkeit gewonnen werden könnten).
(Anm: Die Zahl der Todesfälle „an oder mit Covid-19“ stieg in Griechenland Anfang 2022 stark an, was nach den Ergebnissen dieser Studie an den höheren Infektionszahlen und damit der höheren Anzahl von „mit Covid-19“ verstorbenen Personen bedingt war. Offiziell wurden die höheren „an und mit“-Todeszahlen jedoch dazu genützt, um davor zu warnen, Omikron als harmlos einzustufen. In Österreich wurde erst im Jänner 2022 die allgemeine Impfpflicht beschlossen, was zu diesem Zeitpunkt unabhängig von der Gefährdungslage völlig unsinnig war, wenn man die Verzögerung bis zum Auftreten eines Impfschutzes berücksichtigt. Nach korrekter Auswertung der bereits damals vorliegenden Daten wäre eine Impfpflicht nie argumentierbar gewesen).

